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Neuer
Domorganist und Diözesankirchenmusikdirektor |
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Professor
Markus Eichenlaub wird neuer Domorganist am Dom zu Speyer. Zugleich
übernimmt der 40-jährige bisherige Limburger Domorganist als
Diözesankirchenmusikdirektor die Leitung des Bischöflichen Amtes für
Kirchenmusik (BAK) sowie des Bischöflichen Kirchenmusikalischen
Instituts (BKI). In dieser Position wird er Nachfolger von
Diözesankirchenmusikdirektor Dietmar Mettlach, für den Ende Juli die
Passivphase der Altersteilzeit beginnt. Als Domorganist folgt er
Professor Leo Krämer, der auch Domkapellmeister war und Anfang 2009 in
den Ruhestand ging.
Für die Stelle hatten sich nach Angaben von Domdekan Dr. Christoph Kohl
insgesamt 38 Kirchenmusiker beworben, fünf Kandidaten und Kandidatinnen
wurden in der Endrunde des Auswahlverfahrens zum Vorspiel und Dirigat
eingeladen. Die fünfköpfige Auswahlkommission, zu der neben Vertretern
des Bistums Speyer auch zwei Kirchenmusikexperten aus anderen Diözesen
zählten, entschied sich dabei einstimmig für Eichenlaub.
Als Domorganist wird Eichenlaub, der aus Herxheim bei Landau stammt, in
Zusammenarbeit mit dem Leiter der Dommusik, Domkapellmeister Markus
Melchiori, die Verantwortung für die Orgelmusik in der romanischen
Kathedrale tragen. Insbesondere wird er bei Pontifikal- und
Kapitelsgottesdiensten im Dom die Orgel spielen. Aber auch die
Konzeption, Organisation und Durchführung eigener Konzertreihen,
Orgelmusiken sowie Orgelführungen zählt zu seinem Aufgabenbereich. Als
Diözesankirchenmusikdirektor wird Eichenlaub unter anderem für die
Ausbildung von Kirchenmusikern sowie die Belange der Chöre sowie
weiterer kirchenmusikalischer Gruppierungen im Bistum zuständig sein.
Seinen ersten Orgelunterricht erhielt Eichenlaub in seiner Heimatdiözese
Speyer, wo er 1985 als Schüler der BKI-Außenstelle Landau die
C-Ausbildung abschloss. Mehr als zehn Jahre versah er auch Orgeldienste
in der Marienkirche von Landau. Das Studium im Fach Kirchenmusik und
Orgel absolvierte er an den Staatlichen Musikhochschulen in Karlsruhe,
Hamburg und Stuttgart, wo Kay Johannsen, Pieter van Dijk und Jon Laukvik
zu seinen Orgellehrern zählten. Als Stipendiat der "Stiftung Kulturkreis
der deutschen Wirtschaft" und des Landes Nordrhein-Westfalen errang er
zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen
Orgelwettbewerben (Literatur und Improvisation). 1997 gewann er den 1.
Preis beim "Internationalen Schnitger-Orgelwettbewerb Alkmaar".
Nach einjähriger Wirkungszeit als musikalischer Assistent am Villinger
Münster wurde Eichenlaub 1998 zum Domorganisten am Limburger Dom
ernannt. Darüber hinaus ist er seit Ende 2000 als ordentlicher Professor
für Künstlerisches und Liturgisches Orgelspiel an der Folkwang
Universität für Musik in Essen tätig. Diese Professur wird er nach
seinem Wechsel
nach Speyer auf eigenen Wunsch aufgeben.
Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter des in 2009 erstmals
ausgetragenen Festivals "TOCCATA - Internationales Orgelfestival
Limburg-Lahn-Weilburg".
Für den "Allgemeinen Cäcilienverband Deutschland" (ACV) koordiniert
Eichenlaub die Beiträge zum Thema Orgelbau in der Fachzeitschrift für
Katholische Kirchenmusik "Musica Sacra". Seit 2009 ist er für das Bistum
Limburg als Orgelsachverständiger tätig.
2008 konzertierte Markus Eichenlaub als Solist mit dem weltberühmten
Simon-Bolivar-Orchester in Caracas (Venezuela). Seine internationalen
Konzertverpflichtungen als Solist und Kammermusikpartner sowie
zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen dokumentieren seine
Repertoirevielfalt mit den Schwerpunkten alte und romantische
Orgelmusik.
Speyer (30.06.2010) Text /
Foto: is |
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