Vier neue Kirchenmusiker
im Dekanat
Anlass zur Freude bot die
Zeugnisfeier des Bischöflichen Kirchenmusikalischen Instituts (BKI),
die am Unterrichtsort, im Albertus-Magnus-Gymnasium St. Ingbert
stattfand: Vier junge Menschen haben das sogenannte C-Examen
erworben und damit nachgewiesen, dass sie zu einer
kirchenmusikalischen Tätigkeit als Organist und Chorleiter im
Nebenberuf befähigt sind. In einer Feierstunde dokumentierten die
Auszubildenden – verstärkt durch ehemalige Absolventen, die immer
gerne ans BKI zurückkehren – den hohen Ausbildungsstand, indem sie
adventliche und weihnachtliche Chorsätze vortrugen bzw. dirigierten.
Dann kam es zur Übergabe der Zeugnisse. Besonders erfreulich bei
dieser Zeugnisfeier: Alle vier Absolventen sind bereits
kirchenmusikalisch tätig. Elias Flockerzi spielt in Lautzkirchen und
Alschbach die Orgel, Maximilian Rajczyk in den benachbarten Orten
Kirkel und Limbach. Isabel Schmoll versieht den Organistendienst in
Oberbexbach und Dayoung Kang ist musikalisch für die koreanische
Gemeinde in Saarbrücken zuständig. Im Anschluss an die offizielle
Feier dankten die vier Absolventen ihren Lehrkräften, nicht ohne sie
in geistreichen Spielen ihrerseits auf die Probe zu stellen. Das
Spiel „Stadt-Land-Fluss“ beispielsweise ließ sich auch gut
umfunktionieren in „Epoche-Komponist-Werk-Instrument“. Kurzweilig
war auch das Erraten von Musikstücken anhand von Hörbeispielen von
nur fünf Sekunden Länge oder das Ermitteln der Tonhöhe eines auf
unterschiedlichen Stufen laufenden Föhns. Den größten
Unterhaltungswert für das Publikum jedoch hatte ohne Zweifel ein
Spiel, bei dem die BKI-Lehrer Begriffe wie „Tor“, „Abenddämmerung“
oder „Wecker“ am Klavier so treffend darstellen mussten, dass sie zu
erraten waren. Christian von Blohn, Dekanatskantor und Leiter des
BKI St. Ingbert, nutzte die Gelegenheit, um den Lehrkräften Dr. Jörg
Abbing, Susanne Gastauer, Markus Schaubel, Heike Scholz und Everard
Sigal für ihr Engagement zu danken und gleichzeitig die
Öffentlichkeit auf die Möglichkeiten aufmerksam zu machen, die das
BKI mit seinen Ausbildungsgängen zum Chorleiter, zum Organisten und
zum C-Kirchenmusiker bietet. Zu den zahlreichen Fächern, die
samstags am Vormittag unterrichtet werden, treten dabei noch
Klavier- und Orgelunterricht, die individuell mit den Schülern
vereinbart werden Informationen sind erhältlich beim Dekanatskantor
unter der Telefonnummer 06894 3217.

Zeitungsbericht über den
Beginn der Kurse im BKI
Link
zum Zeitungsbericht
Kirchenmusikalische
Werkwoche 2011
Wie jedes Jahr trafen sich zu
Beginn der Sommerferien die Studierenden des Bischöflichen
Kirchenmusikalischen Instituts (BKI) der Diözese Speyer zur
Werkwoche im Herz-Jesu-Kloster in Neustadt an der Weinstraße. Zum
ersten Mal stand die Werkwoche unter der Leitung des neuen
Diözesankirchenmusikdirektors Markus Eichenlaub. Mehr als sonst
wurde dem Instrument Stimme viel Aufmerksamkeit gewidmet. In
intensiver Chorarbeit wurden Werke großer Meister verschiedenster
Stilepochen erlernt und in den unterschiedlichen Formen liturgischer
Feiern gesungen. Dies geschah auch mit Hilfe der anwesenden Dozenten
des BKI, mehr aber noch unter der Leitung der angehenden C-Musiker,
die hier das Vergnügen hatten, mit einem großen, gut singenden Chor
arbeiten zu können. Ein besonderer Impuls ging dann noch vom
Gastdozenten Uli Führe aus, der in mehreren Einheiten mit den
Teilnehmern arbeitete. In einer abwechslungsreichen Mischung wurde
zum einen der spielerische Umgang mit der Stimme am eigenen,
ganzheitlich einbezogenen Körper erfahren und zum anderen mit klaren
und umfassenden stimmphysiologischen Erklärungen die Praxis
theoretisch untermauert. Abgerundet wurde das Angebot durch
verschiedene Kurse und einen geselligen Abend, der dem
Gemeinschaftserlebnis noch einen weiteren Akzent beifügte.
Christoph Keggenhoff