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Eine wunderbare Gesamtschau dessen, was
junge Chöre derzeit an Geistlicher Musik zu bieten haben, zeigten die
Pfälzischen Chortage am Sonntag, 2. Mai 2010, in der katholischen
Pfarrkirche St. Jakobus in Schifferstadt. Das Treffen stand unter dem
Motto „Junge Chöre begegnen sich“ – und zu denen, die sich dort
begegneten, gehörten fünf Mitgliedschöre des Diözesanverbandes „Pueri
Cantores“: Die Singschule und der Junge Chor St. Medardus (Mutterstadt)
unter Leitung von Angelika Grothe, die , der Junge Chor Speyer unter
Leitung von Marie-Theres Brand, die Singschule „Capella Michaelis“ (Ludwigshafen-Maudach)
unter Leitung von Georg Treuheit und der Kinderchor der Jungen Kantorei
St. Jakobus (Schifferstadt) unter Leitung von Bernhard Sommer. Im großen Abschlusskonzert wurde
deutlich, wie große Anteile des Repertoires an Geistlicher Musik
sozusagen Allgemeingut sind: Benedictus von Karl Jenkins beispielsweise,
Bleib bei uns Herr von William Henry Monk oder auch das Finale mit John
Rutter’s Clare Benediction – bei Stücken wie diesen standen alle Aktiven
gemeinsam im Chorraum der Kirche und sangen sehr eindrucksvoll
gemeinsam. Georg Treuheit,der 1 Vorsitzende der Pueri-Cantores Speyer
dirigierte das Schlussstück und animierte die Kinder und Jugendlichen zu
wunderschönen Klängen. Andere Stücke waren den einzelnen Chören
vorbehalten und bilden „highlights“ aus deren individuellem Repertoire.
So überzeugten die Mutterstädter und Schifferstädter mit ihren
Interpretationen von Chancons aus dem Film „Die Kinder des Monsieur
Mathieu“. Die Ludwigshafener brachten unter anderem eine Reminiszenz an
eine wenige Jahre zurückliegende Chorfahrt zu Gehör: Nigra Sum, eine
Hymne zur Gottesmutter im katalanischen Montserrat in einer Bearbeitung
des Katalanen Paul Casalz. Beeindruckend auch die Stücke von Johannes
Michel, Psalm im Jazz (Halleluja) und ein Salve Regina von Koscar,
dargeboten vom Jungen Chor Speyer. Viel Chormusik also, viel Abwechselung
nicht zuletzt beim stimmungsvollen Ein- und Auszug der Chöre, aber
leider nicht allzu viele Zuhörer – die insgesamt rund 150 jungen
Sängerinnen und Sänger hätten volle Bankreihen verdient. Und zwar nicht
nur für ihr musikalisches Können, also die saubere Intonation
anspruchsvollen Liedguts, sondern auch für ihr verbindendes
Zusammentreffen als solches. Doch auch für ein Publikum gibt es häufig
ein „nächstes Mal“, so auch bei der Begegnung junger Chöre. Denn am 2.
Oktober findet in Kaiserslautern ein weiteres solches Chortreffen statt,
und zwar unter Federführung des Deutschen Musikrates unter dem Motto
„Einheit durch Vielfalt“, ebenfalls veranstaltet vom Pueri Cantores
Diözesanverband Speyer. Dort wird als ganz besonderes Gast-Ensemble eine
bekannte A Capella Gruppe mit von der Partie sein. (Klaus Wingen)
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